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Bereich: Pyrtamiden
Die Pyramiden von Giseh

Giseh

Einleitung
Geschichte Ägyptens
Vom Zweck der Pyramiden
Die Cheopspyramide

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Die Cheopspyramide

Die Cheopspyramide ist die größte der drei Pyramiden von Giseh, obwohl die Pyramide des Chephren größer aussieht - sie steht jedoch auf einem höher gelegenen Plateau.

Wichtiges in Kürze:

  • erbaut ca. 2600 v. Chr. während der 4. Dynastie
  • Kantenlänge 233 m
  • Höhe ursprünglich 146,6 m; heute ca. 10 m niedriger, da sie als Steinbruch genutztwurde
  • Gewicht ca. 6 Mio.
  • gebaut mit ca. 2,3 Mio. Steinblöcken (durchschnittliches Gewicht 2,5 Tonnen)
  • Bauzeit unbekannt; ca. 20 Jahre
  • insgesamt 3 Grabkammern; eine davon unterirdisch angelegt, aber nicht genutzt

Bauweise

Über die genauen Baumethoden ist nichts überliefert, alles heute Bekannte beruht auf Studien, Versuchen und Schätzungen. Es gibt zu diesem Thema umfangreiche Fachliteratur. Hier soll nur ein ungefährer Überblick über die verschiedenen Theorien gegeben werden.
Gesichert ist, dass Herodots Überlieferung von 100.000 Arbeitern, die 20 Jahre am Bau beschäftigt sein sollten, übertrieben ist. Heute geht man davon aus, dass mehr als 8.000 Leute, die alle gleichzeitig am Bau arbeiteten, logistisch nicht zu bewältigen wären, zumal die Unterkünfte im Umland nur für ca. 4.000 Personen gereicht hätten.
Allerdings war die Arbeitskraft ja nicht nur direkt am Bau nötig: Es mussten ja auch die Steinblöcke aus dem naheliegenden Makkatam-Gebirge jenseits des Nils gebrochen und zum Bauplatz gezogen werden (2,3 Millionen Stück zu je 2,5 Tonnen). Die jeweils 70 Tonnen schweren Granitblöcke, die die Königskammer umgaben, wurden sogar aus den entfernten Assuan-Steinbrüchen herangeschafft.
Wie man die einzelnen Blöcke an dem wachsendem Kolloss emporgezogen hat, ist nicht völlig geklärt. Sicher ist, dass es mit Hilfe von später wieder abgetragenen Rampen geschah, die entweder wie ein Gebirgspass um die Pyramide mit nach oben wuchsen, oder seitlich aufgeschüttet wurden. Letzteres wäre aber nicht unproblematisch gewesen - eine solche Rampe hätte bei einem Gefälle von 20 Grad 750 Meter lang sein und aus 7,5 Millionen Kubikmetern Erde bestehen müssen.

Exakte Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen

Wie schafften es die Ägypter aber, diese großen Monumente so exakt nach den Himmelsrichtungen auszurichten - die Seiten weichen schließlcih nur um Zehntelgrad davon ab.
Man nimmt an, dass sie sich dazu der Sternbeobachtung bedienten. Entweder wurde der Aufgang und Untergang eines bestimmten Sterns auf einer die Pyramide kreisförmig umgebenden Mauer aufgezeichnet (die Nord-Süd-Achse ist dann genau die Mittelachse), oder man bediente sich eines komplizierten astronomischen Verfahrens, wie es auch heute in Observatorien noch angewandt wird.

 

Aufbau der Cheopspyramide

Der Grund für diese Annahme ist die hohe Präzision, mit der der absteigende Gang ins Pyramideninnere eindringt. Seine Seitenwände und die Decke weichen nirgends um mehr als 7 Millimeter von der Idealfläche ab .Am Eingang beträgt die Abweichung sogar nur 0,5 Millimeter. Man würde doch niemals einen Schacht so präzise graben, wo dann "nur" ein Leichnahm hindurchgetragen wird.
Dieses Rätsel rief die Astronomen auf den Plan. Und in der Tat errechneten sie, dass sich während des Pyramidenbaus der sonnennahe Stern Alpha Draconis unter einem Winkel von 26° 17' betrachten ließ, und unter diesem Winkel fällt der absteigende Gang in das Pyramidenzentrum hinein. Durch fortwährende Beobachtung aus dem Schacht heraus konnte man die Pyramide ziemlich genau in Nord-Süd-Richtung anlegen, bis mit den Steinblöcken das Niveau des Eingangs erreicht war. Ab jetzt musste man anders peilen. Dazu trieb man am vom absteigenden Gang durch dessen Decke den aufsteigenden Gang voran. Wenn man jetzt Wasser auf die Abzweigung goss, spiegelte sich der Stern darin und man konnte mit dem Bau fortfahren.
Wenn man diese Theorie weiterführt, bekommen Königs- und Königinnenkammern einen Sinn als Arbeitsräume, die große Galerie aber einen solche als Beobachtungsraum. Solange der Bau nämlich noch nicht vollendet war, konnte man von hier aus das ganze sichtbare Himmelsgewölbe kartographieren.

© 1999