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Bereich: Pyrtamiden
Die Pyramiden von Giseh

Giseh

Einleitung
Geschichte Ägyptens
Vom Zweck der Pyramiden
Die Cheopspyramide

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Geschichte Ägyptens

Neben der ersten Hochkultur der Menschheit im Zweistromland entwickelte sich am Nil eine weitere Großmacht - Ägypten. Auch hier war die Lage an einem Fluß, dem 6.500 km langen Nil, wohl ein wichtiges Kriterium.
Ungefähr 3000 Jahre v. Chr. beginnt die Überlieferung der ägyptischen Geschichte. Damals vereinigte der König von Oberägypten, Menes, das Land, nachdem er das Deltagebiet (Unterägypten) besetzte. Er gründete damit die erste von mehr als 30 Dynastien.

Altes, Mittleres und Neues Reich

Historiker teilen die ägyptische Geschichte heute in diese drei Epochen ein, wobei jeweils zwischen diesen Epochen eine "Zwischenzeit" folgte.
Das Alte Reich begann etwa 2600 v. Chr. und endete 2150 v. Chr. Schon in den Jahren zuvor hatten sich die Grundlagen der Religion und Kultur geibildet, wobei dem König, der als göttliches Wesen angesehen wurde und darum auch den Namen des Himmelsgottes Horus trug, besondere Macht zukam. Wir kennen auch die Bezeichnung Pharao (Großes Haus), die erstmals in der Bibel auftaucht und eigentlich den Königspalast bezeichnete. Der König hatte die göttliche Weltordnung aufrecht zu erhalten, indem er eine Heerschar von Priestern und Beamten befehligte. Auch über den Tod hinaus kam ihm diese Aufgabe zu, was durch eine ewige Residenz, die Pyramiden, zum Ausdruck gebracht wurde. Entsprechende Rituale (u.a. die Mumifizierung) sollten ihm ein Leben nach dem Tod ermöglichen.

Die Pyramiden wurden ebenfalls während des Alten Reiches gebaut. Den Anfang machte Djoser, ein König der 3. Dynastie, der sich in Sakkara nahe der Hauptstadt Memphis die erste Pyramide errichten ließ. Diese hatte mit den späteren noch nicht viel gemeinsam. Sie war von des Königs Architekt und Arzt Imhotep als Stufenpyramide erbaut worden, um dem König den Weg in den Himmel zu weisen.
In der 4. Dynastie enstanden dann die drei berümhten Pyramiden von Giseh, gebaut unter den Königen Cheops, Chephren und Mykerinos.

Während in der ersten Zwischenzeit die aufgebaute Einheit ins Wanken geriet, kehrte anfangs des Mittleren Reiches (1950-1785) wieder Ordnung ein. Man verlegte de Hauptstadt von Memphis weiter südlich in Richtung Oberägypten nach Theben; in der Nähe liegt das Tal der Könige. In der zweiten Zwischenzeit wurde Ägypten von den Hyksos, einem asiatischen Stamm, angegriffen, was zu einem erneuten Zusammenbruch führte.

Schließlich stieg Ägypten im Neuen Reich (1570-1075) zur Weltmacht auf, nachdem man von den Hyksos neue Waffen übernahm und das Reich unter mehreren Kriegen mit asiatischen Völkern expandierte.

Monotheismus in Ägypten?

Nachdem jetzt außenpolitische Sicherheit und große Macht hergestellt waren, war Zeit sich um die innenpolitischen Angelegenheiten zu kümmern. Das muss sich wohl Amenophis IV. (1353-1336) gedacht haben, als er eine religiöse Neuordnung verkündete. Er verachtete das große Pantheon inklusive des Reichsgottes Amun-Re und rief zur Anbetung eines einzigen Gottes, Aton, der Sonnenscheibe, auf. Er änderte deswegen sogar seinen Namen, der "Amun" enthielt, in Echnaton und verlegte die Königsresidenz nach Amarna. Historiker haben heute sehr unterschiedliche Einstellungen zu Echnaton: Einige betrachten ihn als intoleranten Fanatiker, während er bei anderen als der Verkünder des Monotheismus verehrt wird.
Durch sein Engagement für die Religion blühte auch die Kultur auf - was schließlich dazu führte, dass er die Grenzen des Reiches nicht aufrecht erhalten konnte. Die Herrschaft in Vorderasien musste aufgegeben wrerden.

Tutanchamun

TutanchamunNach Echnatons Tod machte man seine Reformen sofort wieder rückgängig, vernichtete sämtliche Inschriften, in denen er auftauschte und verlegte die Hauptstadt wieder nach Theben. Der neue König Tutanchaton strich Aton aus seinem Namen und wurde als Tutanchamun bekannt. Obwohl er zu den unbedeutenderen Herrschern zählt - er bestieg den Thron mit ca. 10 Jahren und regierte nur bis zum 20. Lebensjahr - sollte er mehrere tausend Jahre später berühmt werden, als 1922 der englische Archäologe Carter sein Grab im Tal der Könige entdeckte. Es wurde damals beim Ausheben von Grabkammern für spätere Könige zugeschüttet und war bis in die heutige Zeit nicht geplünert worden.

Das Ende einer Weltmacht

In der Folgezeit war das ägyptische Reich geschwächt.  Nach den beiden Feldherren Sethos I. (1290-1279) und Ramses II. (1279-1213), der sich durch den Bau von Abu Simbel verewigen ließ, begann eine Zeit der Fremdherrschaft. Nachdem Lybier, Nubier und Assyrer die Krone trugen und die Ägypter auch gegen die Babylonier 605 bei Karkemisch unterlagen, wurden sie in das persische Weltreich eingegliedert. Später ließ sich Alexander der Große zum Pharao krönen (332). Die Unabhängigkeit endete mit dem rätselhaften Freitod Kleopatras. Danach wurde die ehemalige Weltmacht zu einer Provinz des römischen Reiches.

Abu Simbel
Abu Simbel

© 1999