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Bereich: Artussage
Die Artussage

Artussage

Einleitung
Die Anfänge
Die Gralssuche
Der Untergang
 
Zweiter Teil
 
Einleitung
Artus' Erfinder
Geschichtsforschung
Wo liegt Camelot?
Ein fataler Fehler ...
 
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König Artus

Als der alte König Uther Pendragon stirbt, stürzt Britannien in eine Krise. Im Land herrschen Chaos und Anarchie, wo früher einmal Gesetze Recht und Ordnung wahrten. Aber jetzt ist nichts mehr davon übrig: In London haben sich namhafte Ritter versammelt, um die Thronfolger durch Wettkämpfe und Duelle unter ihnen auszufechten.

Aller Anfang ist schwer

Der neue König sollte jedoch nicht aus ihrem Kreise stammen. Nur der weise Zauberer Merlin weiß, wer die Nachfolge von Uther antreten wird. Er reist nach London und erschafft dort vor einer Kathedrale einen verzauberten Marmorblock mit einem Amboss darauf, in dem ein Schwert steckt. Merlin kündigt vor den Rittern an, dass nach Gottes Wille derjenige, der das Schwert aus dem Amboss ziehen kann, neuer König werden solle. Nachdem alle hohen Adligen und Soldaten ihr Glück erfolglos versucht haben, tritt ein junger Mann vor den Amboss, zieht an dem Schwert, worauf dieses mühelos aus dem Amboss gleitet. Der Jüngling heißt Artus. Wenige Minuten später muss er sich in einem Handgemenge behaupten, da die Adligen sich betrogen fühlen und versuchen, einen solch "unwürdigen" Thronanwärter zu beseitigen. Nachdem aber Artus' Gegner einsehen müssen, dass sie im Kampf gegen ihn chancenlos sind, und nachdem er durch sein Versprechen, Britannien Wohlstand und Macht zu bringen, sich erneut als reif für das Amt erweist, akzeptieren sie ihn als Thronfolger.

Das Zauberschwert

Artus wird schließlich am Ostersonntag gekrönt und regiert Britannien in der folgenden Zeit von seinem Schloss zu Camelot. Da er jedoch jenes sagenumwobene Schwert, das ihn erst zum König machte, aus Ehrfurcht vor der Kathedrale in London zurückgelassen hat, fehlt ihm eine eines Königs würdige Waffe. So fragt er Merlin um Rat. Der weise Magier führt ihn daraufhin zu einem großen See. Als sie am Ufer ankommen, taucht aus dem Wasser eine Hand mit einem Schwert auf. Gleichzeitig erscheint den beiden Nimue, die Dame vom See. Sie erklärt, dass es sich bei der Waffe um Excalibur handelt, mit dem Artus viele Schlachten gewinnen werde. Allerdings solle er vor allem auf die Schwertscheide aufpassen, da sie ihm Schutz gebe, so lange er sie bei sich trage.

Die Tafelrunde

Auf der tagelangen Heimreise kehren sie eines Nachts auf König Lodegrances Hof in Cameliard ein. Dort trifft Artus des Königs Tochter Ginevra. Die beiden lernen sich kennen, schätzen und lieben. Noch in der selben Nacht hält Artus vor König Lodegrance um Ginevras Hand an. Der König hat schon viel von Artus' Taten gehört und fühlt sich geehrt, seine Tochter in die Hand eines solch tapferen Recken wie Artus geben zu dürfen. Während sich alle freuen, erscheint Merlin eine finstere Vision. Aber seine Warnung, dass Ginevra Artus Unglück bringen wird, geht im Freudentaumel der Gesellschaft unter. Ginevras Hochzeitsgeschenk ist ein großer runder Eichentisch, an dem sich Artus regelmäßig mit seinen Gefolgsleuten treffen soll, um die Probleme des Reiches zu besprechen. Um Platzstreitigkeiten zu verhindern, zaubert Merlin an jeden Sitz einen eingravierten Namen. An einer Stelle steht "Unheilssitz" - nur ein ganz bestimmter Mann darf sich hier niedersetzen, jeder andere wird zu Asche verbrennen, erläutert der Zauberer (Später nimmt dort der gute Sir Galahad Platz, für den der Sitz reserviert ist). In den folgenden Wochen kommen edle Ritter aus dem ganzen Land nach Camelot und nehmen ihre vorgesehenen Plätze ein, um Artus Gefolgschaft zu leisten. Sie alle schwören auf die Bibel, Schwache und Unschuldige zu beschützen und gütig und freundlich zu sein. Außerdem versprechen sie, sich vor Frauen zu stellen und Gerechtigkeit zu üben.

Merlins Fehler

Am Hofe von Camelot wird in den folgenden Monaten prunkvoll und ehrlich regiert, wie es nach außen erscheint. Im Inneren beginnt jedoch ein Konflikt zu schwelen. Merlin muss nämlich zusehen, wie sich Artus immer öfter von Ginevra beraten lässt, anstatt des Zauberers Rat zu erbitten. Der eifersüchtige Merlin ist darüber erbost und sehnt sich nach Zuwendung, ja sogar nach Liebe, weswegen er wieder zu Nimue, der Dame vom See, zurückkehrt. Da sie sich seiner Liebe zunächst widersetzt, bindet Merlin sie gegen ihren Willen mittels eines Zaubers an sich. Schließlich willigt Nimue ein, seine Liebe zu erwidern, aber sie möchte im Gegenzug in der Zauberei unterwiesen werden. Der törichte Merlin willigt ein und führt sie in eine abgelegene Höhle irgendwo in Cornwall. Und das sollte ihm zum Verhängnis werden. Nimue singt ihm ein Schlaflied, das er ihr selbst beigebracht hatte, und während Merlin durch den Zauber außer Gefecht gesetzt ist, flieht die Dame vom See und verschließt die Höhle mit einem magischen Schutzwall, den auch der Magier nie mehr durchbrechen kann. Merlins Fehlen fällt am Hofe von Camelot zunächst nicht auf. Der Untergang des einst mächtigsten Magiers des Abendlandes, der die Natur vollkommen beherrschte, sollte aber schließlich der Anfang vom Ende des Königreiches Britannien und Artus' Herrschaft sein.

© 1999