Die Artussage
Einleitung Die Anfänge Die Gralssuche Der Untergang
Zweiter Teil
Einleitung Artus' Erfinder Geschichtsforschung Wo liegt Camelot? Ein fataler Fehler ... Bücher / Links |
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Das Ende von Camelot
Jetzt kann sich Artus dem Ende seines geliebten Königreiches nicht mehr entgegensetzen. Der ehrlose Sir Mordred sagt ihm ins Gesicht, dass Sir Lancelot zu Ginevra eine heimliche Liebesaffäre habe. Während er zunächst der Behauptung ungläubig gegenübersteht, muss er eines Tages nach einer Reise Farbe bekennen: Die Ritter unter Sir Mordred klagen bei seiner Ankunft Sir Lancelot an, sich mit der Königin nachts heimlich getroffen zu haben. Als die Ritter dann das Zimmer betreten hätten, um ihn zur Rede zu stellen, habe Lancelot sie nacheinander heimtückisch mit einem Dolch ermordet. Als Sir Mordred auf die Bibel schwört, die Wahrheit zu sagen, steht Artus' Entschluss fest: Er wird seine eigene Frau wegen Verrats hinrichten müssen und gegen den aufrührerischen Sir Lancelot Krieg führen. Damit ist die Freundschaft der Tafelrunde endgültig zerbrochen.&P>
Retter Lancelot?
Am Tage der Hinrichtung Ginevras kommt es jedoch zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall. Kurz bevor der Scheiterhaufen angezündet wird, jagt Sir Lancelot auf seinem Pferd herbei, schlägt alles, was sich ihm in den Weg stellt nieder und galoppiert mit der befreiten Ginevra zu seiner Festung Joyous Garde davon. Noch bevor sich die beiden Parteien - König Artus und Sir Lancelot - auf den Krieg vorbereiten können, spricht der Papst ein Machtwort und verlangt, die friedliche Beschließung des Konflikts. Ginevra, die sich durch die ganze Affäre persönlich getäuscht fühlt, sagt sich daraufhin von ihrem Mann los und zieht in ein Kloster; Sir Lancelot, der mittlerweile ebenfalls zur Einsicht gekommen ist, wird von Artus aus Camelot verjagt, ja sogar aus England. Lancelot zieht sich daraufhin nach Frankreich zurück.
Blutrache
Die Geschichte um Artus und die Ritter der Tafelrunde könnte hiermit bereits am Ende angelangt sein, wären da nicht Artus' Gefolgsleute, die ihre von Sir Lancelot getöteten Brüder und Freunde rächen wollen. Sie zwingen Artus schon fast dazu, gegen Lancelot in den Krieg zu ziehen. Schließlich willigt Artus ein und setzt als seinen Stellvertreter während seiner Abwesenheit Sir Mordred ein, womit sich auch Merlins Prophezeiung, Sir Mordred werde einmal Artus' Platz auf dem Thron einnehmen, erfüllt. Während die beiden Heere in Frankreich jahrelang ohne nennenswerte Vorteile für eine Seite miteinander im Krieg liegen, verbreitet Sir Mordred zu Hause das Gerücht, Artus sei in der Schlacht gefallen. Kurz darauf ernennt er sich selbst zum König - Britannien leidet unter seiner Schreckensherrschaft. Als Artus von den Schandtaten seines einstigen Stellvertreters erfährt, zögert er nicht lange, wieder nach Hause zurückzukehren und den Krieg in Frankreich gegen seine früheren Freunde aufzugeben. Als er die Küste Südenglands erreicht, erwartet ihn dort bereits Sir Mordred mit einem großen Heer. Auch Morgan Le Fay liegt hier auf der Lauer, abwartend auf eine Gelegenheit, ihren Bruder Artus und Mordred, der sich ihr jetzt verweigert, zu töten. Der Kampf dauert nicht lange. Artus' Seite gewinnt schnell alle Schlachten, und weil sie der König möglichst unblutig beenden will, bietet er dem Gegner einen Friedensvertrag an. Da dieser aber auf das gegenseitige Vertrauen aufbaue, dürfe niemand eine Waffe ziehen, ehe alle das Schlachtfeld verlassen hätten - sonst würde man zum grausamen Kampf zurückkehren.
Der Untergang
Als am Abend der Vertrag bei Brot und Wein besiegelt wird, ist Morgans Stunde gekommen. Sie verwandelt sich kurzerhand in eine giftige Viper und kommt aus ihrem Versteck herausgekrochen - geradewegs das gemeinsame Lager ansteuernd. Als ein Soldat die Schlange plötzlich neben ihm entdeckt, zieht er in einer Kurzschlussreaktion sein Schwert und tötet das Tier mit einem Hieb. Morgan Le Fay stirbt in schallendem Gelächter in dem Wissen, dass ihr Tod, den Tod aller besiegeln werde. Und so ist das Ende nicht mehr fern: Die Schlacht bricht zum letzten Male mit voller Härte aus, sie tobt den ganzen langen Tag. Am Abend stehen sich nur noch Artus und Mordred, sowie Sir Lucan und Sir Bedivere gegenüber. Alle anderen sind im Kampf gefallen. Artus zieht ein letztes Mal Excalibur, stürmt auf Mordred zu und spießt ihn auf. Das Schicksal spielt Mordred eine finale Kraft zu, mit der er mit seinem Schwert Artus Helm mit aller Wucht zertrümmert. Danach stirbt Mordred, Artus sinkt ohnmächtig zu Boden.
 Die Viper - ein Symbol des Hinterhalts
Ende und Anfang?
Mit letzter Kraft äußert Artus den Wunsch, zum Großen Wald gebracht zu werden, wo Sir Bedivere das Schwert wieder in den See werfen solle. Dieser bringt es zunächst nicht übers Herz, das kostbare Stück den Wellen zu übergeben und versteckt es deshalb. Als er aber von Artus gefragt wird, was er gesehen habe, und darauf falsch antwortet, schickt ihn der scheidende König erbost noch einmal fort, seinem Befehl zu gehorchen. Dieses Mal folgt Sir Bedivere des Königs Anweisungen und schleudert Excalibur mit aller Wucht in den See hinaus. Bevor das Schwert die Wasseroberfläche berührt, schnellt eine seidenweiße Hand aus dem Wasser, fängt das Schwert auf und schwingt es dreimal im Kreis und taucht dann wieder unter. Sir Bedivere hört den Gesang von Frauenstimmen, die ihm sagen, Artus ans Ufer zu bringen, um ihn zu heilen. Sir Bedivere erschaudert und kommt der Anweisung sofort nach. Zusammen mit Sir Lucan bringen sie den König ans Wasser, wo sie bereits von einem Kahn mit neun komplett schwarz verhüllten Königinnen erwartet werden. Sie legen den König wortlos auf das Boot und treten zurück. Durch eine geheimnisvolle Kraft bewegt sich der Kahn hinaus in den undurchsichtigen Nebel, der den ganzen See bedeckt. Die Königinnen bringen Artus nach Avalon. "Wartet!", ruft Sir Bedivere aus, "wird Artus sterben?" Die vorderste Königin streift ihre Kapuze ab - es ist Nimue, die Dame vom See: "Artus wird niemals sterben! Aber lasst ihn einige Jahrhunderte schlafen, damit er geheilt wird! Alle Menschen sollen für seine Rückkehr beten! Er ist der einstige und künftige König!"
Hat Artus wirklich existiert?
Wer kann sagen, wie lange Artus in Avalon lag? Wurde er geheilt? Wo befindet er sich jetzt? Ja, wird er jemals zurückkehren und wird sich Merlin wieder befreien, damit beide zusammen Britannien wieder Ruhm und Gerechtigkeit bringen können? Fragen über Fragen ... und man glaubt es kaum: Die heutige Wissenschaft befasst sich auch noch mit ihnen. Mehr dazu im zweiten teil dieses Mystic-NET-Kapitels.
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