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Bereich: Artussage
Die Artussage

Artussage

Einleitung
Die Anfänge
Die Gralssuche
Der Untergang
 
Zweiter Teil
 
Einleitung
Artus' Erfinder
Geschichtsforschung
Wo liegt Camelot?
Ein fataler Fehler ...
 
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Artus' Erfinder

Tatsächlich ist die Artussage nicht einfach aus den Phantasien eines Dichters entstanden, sondern basiert auf Tatsachen! Man weiß sogar - im Gegensatz zu vielen anderen Märchen aus dem Gebiet der Heldensagen, aus wessen Feder die Erzählung stammt: Der Name Camelot (oder auch Camalot) wurde vom französischen Dichter Chrétien de Troyes Mitte des 12. Jahrhunderts n. Chr. geprägt. Er beschrieb in seiner Dichtung einen Königshof, an dem täglich neue Wunder geschahen in einer Welt, die auch heute noch Stoff von Mythen und Sagen ist. So richtig populär wurde die Gestalt des Artus allerdings erst, als der englische Historiker Geoffrey von Monmouth den Recken in seiner "Geschichte der Könige Britanniens" erwähnte. Zwar sollte dieses Werk eine zusammenfassende Abhandlung darstellen, mit dem Wahrheitsgehalt scheint es aber nicht allzu weit her zu sein. Monmouth setzt neben Königsbiographien Gedichte, Lieder und erfundenen Geschichten mit Phantasiegestalten, sowie historischen Personen, wie sie ihm gerade in den Sinn kommen.
 
Der Teil, der für die Artussage relevant ist, wird von einer Erzählung über seine Vorfahren eingeleitet, in einer Zeit, als sich Britannien gerade im Kampf gegen die aus Schottland eindringenden Pikten und die vom Festland stammenden Sachsen befand. In dieser Zeit kam der König Constans an die Macht, der drei Söhne, Möch Constans, Aurelius Ambrosius sowie Uther, hatte. Nachdem König Constans ermordet wurde, verhalf der Adlige Vortigern dessen Sohn Constans auf den Thron, ermordete ihn aber kurz darauf, um selbst an die Macht zu kommen. Nachdem die Krone mehrmals aufgrund von Komplotten den Besitzer wechselte, wurde schließlich Uther König, besser bekannt als Uther Pendragon ("Drachenhaupt"). Nachdem auch er vergiftet wurde, kam sein unehelicher Sohn Artus in jugendlichem Alter an die Macht, der die Feinde aus dem Land vertrieb und mittels des Zauberschwertes Excalibur für Ordnung sorgte.
Monmouth's Biographie ist jedoch nicht besonders ergiebig: Nach Artus' Abgang in der Schlacht gegen Mordred berichtet er nichts mehr über ihn, vielmehr setzt er seine Aufzählung mit späteren Regenten fort.
In späteren Jahrhunderten wurde die Sage mehrmals neu geschrieben, am bekanntesten ist die Fassung von Sir Thomas Malory aus dem 15. Jahrhundert: "Le Morte d'Arthur".

© 1999