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Freimaurer

Freimaurer

Einleitung
Grundlagen
Geschichtl. Entwicklung
Einfluss der Maurer
Ihre heutige Rolle
 
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Grundlagen des freimaurerischen Denkens

Den Orden der Freimaurer würde man heute als Sekte bezeichnen. Sie geht jedoch weit darüber hinaus. Selbst der Begriff Religion kann nicht die umfassende Bedeutung beschreiben, die die Zugehörigkeit zu einer Loge mit sich bringt. Freimaurer streben ganz grob gesagt nach der vollständigen Erkenntnis der Welt. Diese, so glauben sie, können sie nicht mit den physikalische Sinnen wahrnehmen. Stattdessen wird die geistige Erfassung der Welt durch Bewusstwerden einer zweiten - astralen - Ebene angestrebt. Das Ziel stellt dich vollständige geistige Vereinigung mit dem göttlichen Wesen, der Kraft, die die Welt lenkt und ihr Vorankommen bestimmt, dar. Nur so kann man ihrer Auffassung das Gute im Menschen heraufbeschwören und der Welt dienen.

Logen

Der Weg dorthin ist jedoch steinig. Am Anfang gilt es eine Aufnahmeprüfung zu bestehen, um in eine Loge eintreten zu dürfen. Dadurch erhält man bereits ein ungefähres Gefühl für die Existenz der göttlichen Macht. Das Ziel ist es nun über die Jahre hinweg das Bewusstsein zu erweitern und dadurch die Welt besser zu erfassen. Dies wird durch das Streben in höhere Grade (Logen) der Freimaurer symbolisiert, die durch immer neue Prüfungen erreicht werden. Umfangreiche Studien des Freimaurers sind dazu ebenso notwendig wie das Entsagen von allen weltlichen Mitteln.
Vom Lehrling (1. Loge) wird man damit über den Gesellen (2. Grad) zum Meister (3. Grad). An diese sogenannten "blauen Logen" schließen sich in der Regel 30 Perfektionslogen an. Eine Auswahl: 10. auserwählter Meister der 15, 12. Großarchitekt, 19. Hoher Priester, schließlich 33. General-Groß-Inspektor. Diese strikte Rangfolge beruft sich auf antike Grundzüge, von denen sich die Freimaurer ableiten. Dazu später mehr.

Leadbeater in Freimaurer-Uniform

Der eigentliche Ursprung, aus dem die Bewegung der Freimaurer entstanden ist, ist die Arbeiterzunft von einigen Maurern, die in Europa die berühmten Bauwerke der Gotik errichtet haben. Dazu war umfangreiches architektonisches und statisches Wissen erforderlich. Die Maurer waren deshalb bei der Bevölkerung anfangs sehr beliebt und angesehen. Damit erklärt sich auch der Ursprung der Symbole der Freimaurer: Zirkel, Winkel und Senkblei - die typischen Werkzeuge eines Maurers eben.

Zirkel, Winkel, Senkblei

Die Maurer schlossen sich zu einzelnen Gruppen zusammen in denen sie durch die Länder zogen. Vor dem Bau errichteten sie zunächst eine Ruhestätte für die Handwerker - die Loge.

Im Wandel der Zeit

Und jedes Mal wenn sie einen Ort verließen, waren wieder bewundernswerte Gebäude entstanden. Für die unkundige Bevölkerung muss es wie Zauberei gewirkt haben und das war wohl auch der Grund für die besten Maurer der Zunft, ihr "geheimes" Wissen der Architektur sorgfältig zu hüten. Kein außenstehender durfte davon erfahren - es war mitunter auch verboten, die Erkenntnisse aufzuschreiben. Das mag ein Grund sein, warum wir bis heute nur wenig über die Freimaurer und ihre Rituale wissen.
Der Zutritt zu den Logen war anfangs nur Handwerkern gestattet - im 17. Jahrhundert nahm man auch Ehrenmitglieder auf, die anderen Berufen nachgingen und besonders angesehen waren. So wurden später viele Könige zu Ordensbrüdern. Je mehr Logen entstanden, desto wichtiger erschien es, eine Dachorganisation zu schaffen. Dies wurde 1717 in England mit der Errichtung der "Großen Loge" in die Tat umgesetzt. Als Zentren der Freimaurer sind in dieser Zeit besonders England, Irland und Frankreich zu nennen. Auch in Deutschland waren Freimaurer aktiv. Einen folgenschweren Einschnitt musste die Bewegung der Freimaurer hinnehmen, als in Europa die Reformation der Kirche einsetzte. Sie sollte dem Prunk und den Fehltaten der katholischen Kirche ein Ende setzen; damit wurden die umherziehenden Maurer überflüssig. Man wollte ja keine gottesverherrlichenden Bauten mehr errichten.
 
Den "operativen" Maurern wurde der Boden unter den Füßen weggezogen- die Logen mussten sich ein anderes Wirkungsfeld suchen, wollten sie nicht untergehen. So kam es, dass sich die Logen zu den Geburts- und Diskussionsstätten von liberalem Gedankengut entwickelten - die "freien" Maurer wurden zu einem Sammelplatz für frei denkende Menschen, die die festgefrorenen Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen hinter vorgehaltener Hand kritisierten. Damit entwickelte sich aus einer öffentlich agierenden Berufsschicht eine Gruppe mit völlig anderen Zielen und einer dezentralen Organisationsform, die nur noch im Verborgenen wirkte.

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