MYSTIC NET - Der Kugelblitz
MYSTIC NET Karte Gaestebuch
Archiv Feedback
Home
Bereich: Kugelblitze
Kugelblitze

Kugelblitze

Einleitung
Ein Augenzeugenbericht
Charakteristika
Die Theorien
Forschung geht weiter

Aktualisierung
 
Bücher / Links
 

Neuigkeiten

Gerade in jüngster Zeit beschäftigen sich Forscher besonders intensiv mit Kugelblitzen. Nachdem mittlerweile die Existenz dieses Phänomens in Forscherkreisen unumstritten ist, geht es jetzt daran, herauszufinden, wie sie entstehen und nach welchen Gesetzmäßigkeiten sie sich verhalten.
Alle bisherigen Erklärungsversuche hielten ja einer kritischen Auseinandersetzung nicht stand. Eine neue Theorie hat nun John Abrahamson, Chemie-Ingenieur der Universität Canterbury in Neuseeland, im Labor entwickelt und erprobt. Heruasgegeben wurden die Ergebnisse in Nature (Bd. 403, S. 519, 2000). Abrahomsen erklärt sich die Entstehung von Kugelblitzen durch Silizium-Nanokugeln, die die Gestalt eines Balls annehmen und an der Luft "verbrennen".

Entstehung eines Kugelblitzes

Zunächst schlägt ein normaler Blitz in den Boden ein. Der Einschlag heizt den Untergrund sehr stark auf und führt zum Verdampfen der bodeneigenen Mineralien. Der überall zu findende Kohenstoff reagiert dabei mit dem Siliziumoxid aus Quarzsand zu purem Siliziumdampf. Durch den gewaltigen Einschlagstrichter können die gasförmigen Siliziumatome entweichen, wobei sie bei Luftkontakt zu Nanokugeln kondensieren und sich dabei zu rundlichen bis kugelförmigen Objekten formieren. Das helle Leuchten des Kugelblitzes wird durch die Oxidation (Verbrennen) des Siliziums mit Luftsauerstoff hervorgerufen. Sobald alles Silizium verbrannt ist, löst verschwindet die Erscheinung wieder. Sollte aber die Oxidation die Nanopartikel wieder über den Schmelzpunkt erhitzen, so führt dies zu einem explosiven Ende der Reaktion - verbunden mit einem hellen Aufblitzen zum Schluss.
Experimentell konnten bereits besagte Nanokugeln zu Ketten verknüpft werden, es gelang bislang jedoch nicht, sie ballförmig anzuordnen. Sollte dieses einzige Problem gelöst werden, wäre die neue Theorie durchaus ernstzunehmen. Nach Graham Hubler vom Navy Research Laboratory in Washington stimmten die Erkennungsmerkmale der künstlich erzeugten Exemplare mit den Beobachtungen in freier Natur überein.

© 2000