Kugelblitze
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Verschiedene Theorien
Um es vorwegzunehmen: Es existiert derzeit keine Theorie, die Kugelblitze vollständig physikalisch beschreiben kann. Dennoch gibt es seit mehreren Jahren immer wieder Ideen und Erklärungsversuche. Man kann diese in zwei Gruppen aufteilen: Kugelblitze, die ihre Energie in sich aufbewahren und Kugelblitze, die ihre Energie von außerhalb beziehen.
Von innen gespeiste Kugelblitze:
Beim Kugelblitz könnte es sich um eine Gas- oder Luftkugel handeln, die sich ungewohnt verhält. Es wäre denkbar, dass explosive Gase extrem langsame verbrennen und so Lichtenergie erzeugen. Allerdings würde der Kugelblitz dann zwangsläufig wegen seiner geringeren Dichte aufsteigen - was jedoch nur sehr selten beobachtet wurde.
Kugelblitze sind ein extrem dichtes Elektronenplasma, das quantenmechaniscen Prozessen unterliegt - diese Ansicht wird von Wissenschaftlern jedoch heute nicht mehr akzeptiert.
Eine erweiterte Theorie geht davon aus, dass es sich dabei um einen Mikrowellenemitter in einer Hülle von Elekronenplasma handelt.
Sie könnten auch durch eine besondere Luftverwirbelung entstehen (wie sie auch bei den filigranen Rauch-Ringen auftritt).
Extern gespeiste Kugelblitze:
Diese Theorien haben alle den selben Nachteil: Sie können Kugelblitze, die in Gebäuden, insbesondere metallisch abgeschirmten Hüllen (z.B. Flugzeug) auftreten, nicht erklären.
Cerillo und Kapitza haben in den 40er und 50er Jahren vorgeschlagen, dass die Energie eines Gewitters auf einen bestimmten Punkt konzentriert wird und an dieser Stelle ein Kugelblitz entsteht. Allerdings wurden solch große Energien niemals in Gewitterwolken gemessen.
Finklestein, Rubinstein, Uman und Helstorm dachten, dass ein stetiger >Strom, der von der Wolke zur Erde fließt, an manchen Kreuzpunkten von Blitzen eine hohe Ladung erzeugen würden, die den Kugelblitz erzeugen und erhalten könnte. Allerdings kann diese Theorie oben besagte Kugelblitze in Gebäuden nicht erklären und wird auch aus anderen Gründen abgelehnt.
Eine andere Erklärung fand Arabadzhi 1957. Seine Idee war, dass radioaktive Weltraumstrahlung von den elektrischen Feldern eines Gewitters so konzentriert werden könnte, dass an gewissen Stellen eine dauerhafte Entladung (der Kugelblitz) stattfindet. So könnte man die wandernde Zick-Zack-Bewegung des Kugelblitzes deuten.
© 1999
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