MYSTIC NET Karte Gaestebuch
Archiv Feedback
Home
Bereich: Loch Ness
Loch Ness

Loch Ness

Einleitung
Loch Ness in der Presse
Die "Daily Mail"
Beweise für Nessie
Ein Marketing-Gag?
 
Bilder
 
Bücher / Links
 

Die "Daily Mail"-Pleite

1934 kam die berühmte "Daily Mail" ins Spiel. Sie engagierte einen namhaften Großwildjäger, Mr. Wetherall, der sich auf die Suche nach dem Monster machen sollte. Überraschend schnell erzielte er Ergebnisse, als er bei Dores Fußspuren um Sand entdeckte. Die Daily Mail verbreitete die vermeintliche Sensation sofort: "Das Loch-Ness-Monster ist keine Legende, sondern eine Tatsache!" Ein Zitat des Großwildjägers Wetherall: "Es handelt sich um ein vierzehiges Tier mit Füßen von etwa 20 cm Breite. Ich halte es für ein starkes, weichpfotiges Tier von etwa sechs Metern Länge." Die Freude in der Daily-Mail-Redaktion währte jedoch nicht allzu lange: Sachverständige des British Museum of Natural History erklärten die Spuren wenig später zu Abdrücke eines Flusspferds - verursacht wahrscheinlich von einem exotischen Exemplar, das einem in der Nähe wohnenden Schotten gehörte ...

Die Daily Mail will's jetzt wissen!

Ob sich der Großwildjäger einen Spaß mit der Zeitung machen wollte, oder ob er selbst einem Witzbold aufgesessen war, kam nie heraus.
Nach Mutmaßungen, es handele sich um nichts weiter als eine Robbe - allerdings könnten diese Meerestiere keinesfalls in einem Süßwassersee wie dem Loch Ness überleben - berichtete die Daily Mail erst wieder 1969 über Wendy (ein weiterer Spitzname für das Objekt). Reporter hatten angeblich das Skelett des Tieres gefunden. Wie schade nur, dass sich herausstellte, dass ein Spaßvogel der Zeitung den Kiefer eines Blauwals untergeschoben hatte. Das war aber keineswegs genug, wiederum ermuntert, ihren Ruf zu retten, ließ die Zeitung 50 000 W an Sonarenergie durch das Loch schicken, um dabei sämtliche Lebewesen zu erfassen. Die Folge: Die Fische und anderen Tierchen nahmen das ziemlich übel und sanken leblos auf den Meeresgrund - die Öffentlichkeit war empört. Und noch eine Anekdote: Zoologen einer Universität wollten am Ufer ein totes Loch-Ness-Monster gefunden haben - die Zeitungen gaben die Nachricht unverzüglich als Sensation wieder und holten sich ein weiteres Mal Kopfschmerzen: Die Professoren hatten sich etwas Besonderes für den 1. April einfallen lassen und waren sofort erfolgreich. Bei dem Fund handelte es sich um einen verendeten See-Löwen aus einem örtlichen Zoo...
 
So entstand in der Öffentlichkeit das Bild, beim Loch-Ness-Monster handele es sich um das Objekt des hart umkämpften Markt der Tageszeitungen, wobei dieser Grabenkampf auf dem Rücken der Glaubwürdigkeit der englischen Medien ausgetragen wurde. Wissenschaftler weigerten sich fortan, der Sache nachzugehen, schon aus Furcht, sich dabei selbst zum Idioten vor der Öffentlichkeit zu machen.

© 2000