Astralprojektion
Einleitung Geschichtliche Zeignisse Details zur Körperlosigkeit Pro und Kontra Zusammenfassung
Links / Quellennachweis
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Geschichtliche Zeugnisse
Fernost
Bevor es darum geht, wie eine
Astralprojektion abläuft, sollen zunächste einige Stellen in antiken
und mittelalterlichen Quellen besprochen werden, die wahrscheinlich
die auch damals schon bekannte Körperlosigkeit beschreiben. Das
älteste Zeugnis stellen die indischen Siddhis dar. Sie sollen
übernatürliche Kräfte verleihen. Das 6. Siddhi gestattet es,
"in den Himmel zu fliegen", womit wohl eine Astralprojektion gemeint ist,
bei dem die Seele ja auch in den Himmel fliegen kann. Man war
zu dieser Zeit in vielen Kulturen der Meinung, dass die Magier,
die Schamanen, nach Belieben ihren Körper verlassen und ins
Reich der Toten hinabsteigen konnten - es war nichts Außergewöhnliches.
Die Haltung der Kirche
Auch in der Bibel gibt es mehrere Stellen, die auf eine Astralebene
verweisen, wenn auch in der in diesem Buch üblichen verschleierten
Ausdrucksweise. Der Apostel Paulus beispielsweise berichtet einmal
von einem Mann, der "im oder außer dem Leibe, das weiß
Gott, ins Paradies entrückt wurde". Das deckt sich auch mit der
Meinung einiger Forscher, die mutmaßen, dass sich der Astralkörper
im Gegensatz zum physischen Körper nach dem Tod nicht auflöst und
auf der Astralbene als "Geist" weiterexistiert. Die römisch-katholische
Kirche steht dem Thema Astralprojektion eher skeptisch
gegenüber - es könnte ein Werk des Teufels sein, um die seelenlosen
Körper von Leuten, die gerade projezieren (also ihren Körper
verlassen haben), durch Dämonen zu besetzen. ;-) Und doch gesteht
die Kirche wenigen Männern eine Astralprojektion zu, u.a. dem
heiligen Antonius von Padua (1195-1231). Dieser
Franziskanermönch war im Raum Südfrankreich und Italien zeitlebens
für seine Predigten berühmt. Es wird berichtet, Antonius habe im
Jahre 1226 gerade in einer Kirche in Limoges gepredigt, als im
einfiel, dass er zur selben Zeit in einer Kirche am anderen Ende der
Stadt erwartet wurde, wo er eine Lesung halten sollte. Er hielt
während seiner Predigt inne, kniete nieder und zog seine Kapuze über
den Kopf. In dieser Position verharrte er eine gewisse Zeit.
Währenddessen soll er den Gläubigen in der anderen Kirche erschienen
sein, habe seine Lesung gehalten und sei danach genauso schnell, wie
er gekommen war, wieder verschwunden. Nachdem er sich wieder in
seinem Körper befand, stand er auf und fuhr in seiner Predigt
fort.
© 1999
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