Die Sintflut
Einleitung Die Arche Noahs Den Ararat gibt es nicht Gab es die Flut wirklich? Neue Erkenntnisse
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Den "Ararat" gibt es nicht
Ja, richtig gelesen - der Ararat existiert nicht. Es gibt jedoch ein Bergmassiv in der Osttürkei, das den "Großen Ararat" (5165 m) und den "Kleinen Ararat" (3935 m) beherbergt. Der höhere Berg wird im Iran auch Kuh-I-Nur genannt, was soviel heißt wie "Noahs Berg".
Lange Zeit konnte der Berg nicht bestiegen werden - kein Wunder: Nach dem Briten James Morier, der 1809 durch das Hochland zog, sollen sich dort Drachen, Schneewürmer und andere Fabelwesen herumtreiben, um Fremdlinge, die die Aura des Berges stören würden, zu vertreiben. Diese Märchen wurden von den gefährlichen Schnee- und Gesteinslawinen, die immer wieder herunterkamen, noch untermauert.
Schließlich bestieg dann aber der Deutsche Friedrich Parrot im Jahre 1829 im dritten Anlauf den Großen Ararat. Nachdem diese Hürde genommen war, zog der Berg auch Wissenschaftler an, die nach Resten eines Holzschiffes suchten. Immer wieder drangen Erfolgsmeldungen an die Öffentlichkeit, die sich jedoch ähnlich wie die diversen Yeti-Sichtungen nie beweisen ließen.
 Das Hochland mit dem Großen Ararat.
Großes Rätselraten
Es ist sogar anzunehmen, dass der Große Ararat gar nicht der tatsächliche Landungsplatz ist! Daran soll ein Übersetzungsfehler schuld sein. Tatsächlich soll Noahs Arche in der iranisch-armenisch besiedelten Landschaft Urartu gestrandet sein. 1916 will sogar ein Flugoffizier der russischen Armee beim Überfliegen des Gebietes aus einem Hang herausragende Schiffsteile gesichtet haben. Die Fotos, die eine sofort gestartete (russische) Expedition geschossen haben soll, sind jedoch angeblich in den Wirren der Oktoberrevolution verloren gegangen.
Tatsächlich wurden später Holzplanken gefunden. Die anfängliche Freude wurde aber schnell zunichte gemacht, als eine Radiokarbonanalyse die Trümmer ins Jahr 1840 datierte... Es handelte sich wohl um ein von Erdbeben zerstörtes Kloster.
© 1999
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