Die Sonnenfinsternis
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Sonnenfinsternisse in der Vergangenheit
Während heute gewaltige Menschenmassen zu den Orten dieses Naturschauspiels reisen, um es einmal in ihrem Leben
mitzuerleben, haben unsere Vorfahren sich noch in Angst und Furcht in "finsternis-sicheren" Kellergewölben und anderen
Räumen versteckt. Prominentestes Beispiel hierfür ist Papst Urban VIII., der sich im Jahre 1628 in einen Raum
flüchtete, den der Magier Tumaso Campanella eingerichtet hatte, um der "schädlichen" Sonnenfinsternis zu entgehen.
Auch König Ludwig der Fromme, der Sohn von Karl dem Großen, hat vor der Verdunklung der Sonne offenbar
panische Angst gehabt. Wie wäre es sonst zu erklären, dass er sechs Wochen nach dem Ereignis vom 5.5. 840
unerwartet verstorben ist. Vor allem die Ägypter und ihre benachbarten Stämme sahen in einer Sonnenfinsternis
ein böses Vorzeichen. Bedeutete es doch, dass ihr wichtigster Gott Ra plötzlich am hellichten Tag
verschwand. Irgend etwas musste dem Gott also mißfallen haben. Um das Unheil abzuwenden, versuchte man die Gottheiten
mit Menschenopfern zu besänftigen - und wie es der Zufall wollte, war man bereits nach wenigen Minuten erfolgreich ...
Einmalig in der Geschichte ist jedoch der Friedensschluss der Meder und Lyder. Nach einem sechsjährigen Krieg
stellten sie alle Kampfhandlungen ein, weil sie am 28.5. 585 v. Chr. Zeuge einer Sonnenfinsternis wurden. Dieses damals
noch weniger bekannte Ereignis hat sie so tief beeidruckt, dass sie annahmen, es sei ein göttliches Omen. Daraushin
schlossen sie Frieden.
© 1999
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