Die Sonnenfinsternis
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Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?
Die Konstellation von Sonne, Erde und Mond
Eine Sonnenfinsternis kann nur entstehen, wenn sich Sonne, Erde und Mond in einer ganz bestimmten Stellung zueinander
befinden. Der Mond kreist ja bekanntlich um die Erde. Er braucht dazu ungefähr einen "Monat" - dieses Wort kommt
nicht von ungefähr von "Mond", beschreibt es doch die Umlaufzeit unseres Trabanten um die Erde. Dieser Umstand bringt
es mit sich, dass wir den Mond nicht immer als runde Scheibe sehen, sondern die Phasen zwischen Neumond (der Mond befindet
sich zwischen Sonne und Erde) und Vollmond (der Mond befindet sich hinter der Erde) beobachten können. Die folgenden
Bilder zeigen diese Zusammenhänge noch einmal auf:
Neumond
Vollmond
Der Mond zeigt uns also einmal
seine sonnenbeschienene Seite, ein anderes Mal seine von der Sonne abgewandte Seite. Was wir die meiste Zeit jedoch nicht sehen können, ist sein Schatten -
er verliert sich irgendwo im Weltraum. Steht der (Neu-)Mond genau zwischen Sonne und Erde , und befinden sich alle drei Himmelskörper
zusätzlich auf einer Geraden, so fällt der Mondschatten auf die Erde. Da die Mondbahn jedoch um ca.
5° gegenüber der Erdachse geneigt ist, passiert dies nur sehr selten. Außerdem muss eine weitee Bedingung erfüllt sein: Die Umlaufbahn des
Mondes ähnelt der Bahn der Erde um die Sonne: SIe ist kein perfekter Kreis, sondern leicht elliptisch. Nur
wenn sich der Mond bei einer Sonnenfinsternis in Erdnähe befindet, kann er die Sonne ganz verdecken. Dann nämlich
erscheinen uns Erdbewohnern Sonne und Mond genau gleich groß am Firmament. Das liegt an einem astronomischen Zufall. Der
Mond ist zwar 400 Mal kleiner als die Sonne, befindet er sich aber in Erdnähe, ist die Sonne auch fast exakt
400 Mal weiter entfernt. Darum erscheinen uns beide Himmelskörper gleich groß und der Mond kann die Sonne komplett
verdecken; man spricht dann von einer "totalen Sonnenfinsternis".
Totale Finsternis
Die Gebiete, die vom Schatten abgedeckt werden, werden also einer Sonnenfinsternis ausgesetzt. Da sich die
Erde jedoch weiterdreht, wandert auch der Mondschatten weiter. Die Sonnenfinsternis vom 11. August dauert in Deutschland
je nach Standort zwischen 1:30 und 2:17 Minuten. Während dieser kurzen Zeitspanne "sieht" man den sogenannten
Kernschatten des Mondes. Er wird am 11. August nur ungefähr 100 Kilometer breit sein. Außerhalb des
Kernschattens erlebt man eine "partielle" Sonnenfinsternis: Der Mond verdeckt die Sonne nur zu einem gewissen Bruchteil:
Partielle Finsternis
© 1999
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