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Bereich: Stonehenge
Stonehenge

Stonehenge

Einleitung
Megalithbauten
Erforschung und Aufbau
Ein Sonnentempel?

Links / Quellennachweis
 

Megalithbauten

Stonehenge gehört zur Gruppe der Megalith-Bauten. Das aus dem griechischen stammende Wort bedeutet nichts anderes als "großer Stein". Zu den Megalithen zählen auch die Menhire, die Mannsteine.

Menhire

Von diesen gibt es in Europa mehrere Dutzend - besonders in England und Frankreich findet man solche einzelnen Steine, die ohne erkennbaren Grund mitten in der Landschaft stehen. Aus diesem Grund wurden umfangreiche Forschungen durchgeführt, um mehr über die Erbauer und den Zweck dieser rätselhaften Steine herauszufinden.
Vor allem der Transport der Riesen ist beeindruckend, da die meisten Menhire nicht an der Stelle aus dem Fels gebrochen wurden, wo man sie später in den Boden rammte. Die mehrere Tonnen schweren Kolosse wurden oftmals über 100 Kilometer bewegt. Dazu mussten riesige Arbeiterkolonnen nötig gewesen sein. Kaum vorstellbar, wenn man weiß, dass die damals in Europa lebenden Menschen noch nicht seßhaft waren, sondern als Nomaden umherzogen.
Der französische Archäologe Le Rouzic wies Anfang dieses Jahrhunderts jedoch praktisch nach, dass etwa 100 Leute einen solche Stein bewegen konnten, wenn sie ihn geschickt mit Holzstäben und der Zugkraft von Rindern vorwärtsbewegten. Allerdings war dazu schon einiges Wissen nötig, niemand weiß, ob es um 3000-2000 v. Chr. - in dieser Zeit wurden die meisten Menhire aufgestellt - schon bekannt war.

Da viele Menhire an der Küste Nordfrankreichs stehen, vermutete man zunächst, es handele sich um alte Seezeichen. Den Mystikern war das jedoch viel zu banal. Was wäre dann mit den zahlreichen Menhiren, die im Landesinneren ständen?
Ein anderer Erklärungsversuch bezieht die vielen Gräber in Südengland und der Bretagne in Frankreich mit ein. An Stellen, wo man früher große Steinzeitgräber gefunden hat, stehen nämlcih oft auch Menhire. Man könnte sie somit als Grabstelen deuten.
Sie könnten aber auch als Kultstätte für heilige Rituale oder Sammelpunkt gedient haben. Dabei handelt es sich jedoch ebenfalls um Spekulationen - den Sinn der Menhire werden wir nie genau ergründen können.

Andere Megalithe

Neben Menhiren existieren auch noch andere Megalith-Bauten, zu diesen gehört schließlich auch Stonehenge.
So finden sich oftmals mehrere Steine zusammengestellt und mit einem Deckstein überdacht. Dabei handelt es sich um urzeitliche Ganggräber, die zur Zeit ihrer Nutzung mit Erde bedeckt waren.

Eine Sonderrolle spielen die Steinfelder von Carnac in der Bretagne. Es handelt sich dabei um mehrere Kilometer lange Linien, die sich in einem leichten Bogen quer durch das Land ziehen - gerade wie bei einer mehrspurigen Autobahn. Dabei nimmt die Steingröße zu und auch der Abstand wird größer. Allerdings sind durch Erdbeben bereits mehrere Steine umgestürzt, und die Anwohner benutzten die Megalithen von Carnac oft als billigen Steinbruch, um ihre Häuser zu bauen.

Woher kommen die Megalithe?

Die Tatsache, dass man Megalithe in ganz Europa verstreut gefunden hat, wirft natürlich die Frage auf, wo ihr Ursprung zu suchen ist und woher die geheimnisvollen Megalith-Leute kamen.
Während 1960 der deutsche Historiker Professor Herbert Kühn noch davon ausging, dass sich ihr Ursprung im östlichen Mittelmeerraum befindet, wies die Engländerin Elisabeth Shee später mit Kohlenstoff-14-Messungen eine Altersbestimmung durch. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die ältesten Megalithen nicht in Nordafrika stehen, sondern um 3900 v. Chr. in der Bretagne errichtet wurden. Auch die Monumente in England stammen aus dieser Zeit. Die Frage nach dem Ursprung der steinernen Riesen stellt sich also von Neuem.

© 1999